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On Tape – ZDF und tape.TV starten neues TV Format

admin | 13. Mai 2011

tape.tv und ZDF.Kultur starten neues TV Format: Gestern (12.05.2011) wurde die erste “on tape” Sendung übertragen

Vor ein paar Tagen wurde es angekündigt (siehe Pressemeldung tape.TV), gestern fand es statt: Die erste Sendung der neuen Musikshow „on tape“ wurde produziert und parallel live ins Internet übertragen.

Die rückkanalfähige Live-Show ist ein Kooperationsprojekt von tape.tv & ZDF.kultur, produziert im neuen tape.tv Studio Berlin. Der Zuschauer soll hier endlich nicht mehr nur passiv berieselt werden, sondern aktiv am Showgeschehen teilnehmen.

Hatte man uns so etwas nicht schon vor Jahren versprochen? War das nicht ein Teil der schönen, neuen Fernsehwelt gewesen, den wir in ferner Zukunft bekommen sollten? Wobei – „ferne Zukunft“ war „damals“ das Jahr 2000 ;-)

Aber was lange währt, wird endlich gut: Was das „ Musikfernsehen der Zukunft“ (m.E. durchaus treffende Selbsteinschätzung von tape.tv) hier gemeinsam mit dem ZDF lanciert hat, scheint tatsächlich von den Möglichkeiten Gebrauch zu machen, die sich heutzutage bieten – und zwar in 2 Bereichen:

Distribution

„on tape“ wurde gestern live via Internet Streaming übertragen. Die Ton- und Videoqualität haben mir gut gefallen, auch Fullscreen konnte man das sehr gut ansehen. Einen Tag später – also heute, am Freitag dem 13. ;-) – folgt um 23.00 Uhr die TV Ausstrahlung auf ZDF.Kultur, gefolgt von einer Wiederholung auf 3sat am morgigen Samstag. Die Übertragung übers Netz ist hier also keine Zweitverwertung, sondern im Fokus: Sie hat Priorität, sie erfolgt live – was auch Grundlage für die im folgenden Absatz beschriebene Zuschauerinteraktion ist.

Interaktion

Auf Basis der make.tv Technologie realisiert, konnten Besucher der Website direkt in die Show einbezogen werden – der User gibt seine Webcam frei, der Moderator bzw. die Regie wählt den oder die Teilnehmer aus, ein Knopfdruck und der Zuschauer ist plötzlich Teilnehmer der Show. Der Videostream von der Webcam zu Hause geht zum Server und von dort in die Wohnzimmer des Publikums – Live und direkt, echt und ungeschminkt im Wortsinne ;-)

Natürlich, Webcams sind keine neue Sache. Neu ist es aber, spontan mit Kamera an einer TV Show teilnehmen zu können, wie es bisher nur per Telefon klappte. Also eine Call-in-Show mit Video, sozusagen. Und das geht sogar über UMTS, was z.B. für Reportagen auch ganz neue Perspektiven eröffnet.

Und so liest sich das ganze im Wortlaut der tape.tv Pressemeldung (nur ein kurzer Auszug):

Rückwärts Musikfernsehen

„on tape“ ist die erste rückkanalfähige Live-Musiksendung im Internet die zahlreiche interaktive Features wie u.a. eine Facebook-Wall und User Call-In via Webcam verknüpft. So wird der Zuschauer zum aktiven Part der Sendung. 36 Sendungen a jeweils 45 Minuten entstehen in Koproduktion mit dem ZDFkultur im brandneuen tape.tv Studio in Berlin. Mit dabei auf zwei Bühnen: Moderator Rainer Maria Jilg, die tape.tv Hausband und jeweils ein exklusiver musikalischer Gast. Gemeinsam hört, spielt und redet man über Musik. Diesen Livegenuss verfolgen nicht nur 250 Fans live im Studio. Erwartet werden 100.000 User pro Sendung vor den Screens zu Hause. Exklusive Premiere ist am 12. Mai 2011, um 21 Uhr auf http://www.tape.tv/channel/ontape. Einen Tag später zeigt ZDFkultur um 23:00 Uhr die Sendung in seinem Programm. Darüber hinaus strahlt 3sat „on tape“ Samstag Nacht aus.

Disclaimer: Das Projekt wurde technisch realisiert von unseren Kollegen von make.TV – denen ich an dieser Stelle herzlich gratuliere ;-)

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Hobnox ist abgeschaltet – www.hobnox.com ist down

admin | 31. August 2010

Das seit 2007 von uns technisch realisierte Entertainment Portal Hobnox mit seinen mehrfach ausgezeichneten WebTV Channels und der Community ist leider seit heute Geschichte.

Lange Reden will ich mir sparen, nur so viel: Danke an alle Mitarbeiter bei Hobnox, danke an die Investoren, danke an unser Team und alle, die Kreativität, Zeit und Liebe in Hobnox eingebracht haben: Es war eine sehr herausfordernde Zeit, die neben vielen Überstunden auch stets sehr viel Spaß und Erfolgserlebnisse bedeutete.

Hobnox ist mit der Abschaltung des Portals allerdings keineswegs weg aus dem Web – man fokussiert sich lediglich nun 100%ig auf das Audiotool, welches unter audiotool.com eine neue Heimat gefunden hat.

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Video: webTV Konzeptstudie

André | 6. Januar 2010

Kurze und ganz gute Konzeptstudie für verschiedene Zugänge zu einem Web TV Angebot (hier am Beispiel der Arte Mediathek):

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Zattoo experimentiert mit “echtem WebTV” mittels Flash Ausgabe

André | 18. März 2009

Ob Zattoo bisher mit dem zwangsweise benötigten Client ein WebTV Angebot war oder nicht mögen andere ausdiskutieren – jetzt zumindest experimentiert man dort mit einem flashbasierten WebTV Angebot. Oder auf gut deutsch : "Zattoo goes Browser!" ;-) Die geübten Nutzer werden trotz dieser "Neuerung" sicher keinen Browsing-Kurs benötigen.

Interessanter Schritt – in einer Zeit, wo Web2.0-, IP-TV-, und WebTV-Startups auf der ganzen Welt straucheln und Investoren allerorten nach Kostenreduktionen verlangen. Gerade jetzt hätte ich eher erwartet, dass Anbieter von WebTV ihre andauernde Suche nach geeigneten Peer-to-peer bzw. P2P-Lösungen intensivieren, um weniger Geld für Traffic investieren zu müssen.

Hierfür hat ja Zattoo wie diverse andere klar auf eine Clientanwendung gesetzt, bei der Content mittels P2P von Usern weiterverteilt wird, ähnlich wie dies im Filesharing Bereich (Kazaa, BitTorrent & Co.) auch passiert.

Wenn man im Hinterkopf behält, dass ja bei einem Videostream in Normalfall schlichtweg jeder neue Nutzer/Zuschauer Traffic-Kosten erzeugt, wird schnell klar, was an der P2P Lösung so reizvoll ist. Sie ist (oder war?) ein Ansatz, um ähnlich wie im klassischen TV-Geschäft die Skalierung der Nutzerzahle von der Skalierung der Kosten abzukoppeln.

netzwertig.com:

In den nächsten Wochen will Zattoo die für Testnutzer unter http://watch.zattoo.com erreichbare Browserversion auf Stabilität und Skalierbarkeit testen. 32 Sender sind während der Beta-Phase dabei. Anders als bei der Desktop-Version, die Dank des P2P-Verfahrens das anfallende Datenvolumen auf die Nutzer verteilen kann, dürfte das auf Flash basierende Streaming im Browser für Zattoo erheblich mehr Traffic und damit Kosten verursachen.

Eigentlich bleibt Zattoo zur Erreichung einer ausreichend großen Nutzerschaft wohl kaum ein anderer Weg, als sich dem vom Nutzer bevorzugten Distributionsweg zu öffnen. Und das ist im Web eben die Nutzung ohne allzu spezielle Plugins (Flash darf bzw. muss man wohl voraussetzen…) oder gar einen speziellen Client wie bei Zattoo.

Man spricht dort zwar von hohen Nutzerzahlen, so netzwertig.com….

4,2 Millionen User in Europa verwenden Zattoo, um herkömmliche TV-Sender über eine Software auf dem Rechner zu schauen.

…aber wie viele aktive Nutzer das wirklich sind (oder im Sinne der AGOF “Nutzer pro Woche”?) ist schwer einzuschätzen.

So oder so: Das Angebot von Zattoo ist klasse und wir freuen uns über den kommenden weiteren Zugangsweg.

Die Frage, woher die Gelder für die hiermit sicher erheblich steigenden Kosten kommen, beantwortet eventuell das folgende weitere Zitat von netzwertig.com:

Nachdem es bei Zattoo Mitte 2008 zu einem Finanzierungsengpass kam, beteiligte sich im Herbst das Schweizer Medienhaus Tamedia an dem Züricher Unternehmen. Die Zahl der registrierten Nutzer beträgt aktuell 4,2 Millionen, 1,45 Millionen davon in Deutschland und eine Million im Heimatmarkt Schweiz. Beachtliche 13 Prozent aller Schweizer haben also ein Konto bei dem Dienst. Weniger erfolgreich lief es dagegen in Belgien, wo Zattoo das Streaming aufgrund mangelnder wirtschaftlicher Perspektive in Kürze einstellen wird.

via: netzwertig.com

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Kurzmitteilung: Zahlenspiele WebTV vs. IPTV

André | 15. März 2009

Unter dem Titel “Millionenspielereien im IPTV-Markt” hat tw-tv.de eine sehr kompakte, gleichwohl interessante Bemerkung zu ein paar Zahlen veröffentlicht.

Erst kürzlich rauschte ja durch die Medien…

dass die Telekom zum Jahresende eine Million Triple-Play-Kunden anpeilt. Die Telekom nahe Management-Beratung Detecon International prognostiziert mehr als 5 Millionen IPTV-Kunden in 2013.

Hört sich dies ja erstmal nicht so wahnsinnig schlecht an, dreht sich das Bild bei Betrachtung älterer Zahlen. Der Autor dazu:

(…)Wenn man nur bis ins Jahr 2006 zurückblickt, wo noch 12 Millionen deutsche Haushalte bis 2011 mit IPTV versorgt sein sollten, sind solche Zahlen eher ernüchternd. Immerhin waren 2005 nur 3 Millionen Haushalte für 2010 prognostiziert (…)

Schön finde ich das Fazit:

Vielleicht sollten die Telcos doch umdenken und umschwenken auf ein offeneres Modell. Denn das funktioniert bereits hervorragend. Nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes ist im Internetfernsehen der Durchbruch schon längst erreicht. Das Amt meldet, dass im ersten Quartal 2008 über 14 Millionen Privatleute über das Radio gehört und/oder ferngesehen haben.

In der Tat verstehe ich die ganze Zeit nicht, warum man komplizierte Systeme mit zusätzlichen Geräten (eben IPTV) anschaffen soll, wenn die zur Nutzung von WebTV erforderliche Technologie ohnehin meist bereits 3x in jedem Haushalt vorliegt. Anstatt dessen wird eine weitere Set-Top Box benötigt, um einem Fernsehgerät das beizubringen, was jeder 300 EURO-PC ohnehin schon kann…

Nicht zuletzt ist die bisherige Kampagne der Telekom m.E. nicht geeignet, nennenswerte Kundenmengen anzuziehen. Für mich selbst als eher technikaffiner Mensch, der beruflich wie privat technische Weiterentwicklungen verfolgt, war in der Werbung nicht immer klar, welches Produkt, welche Leistung, welche Technologie mir hier überhaupt angepriesen wird.

Wenn dies bei anderen, ggf. technikferneren Zielgruppen ähnlich ist, sollte die Marketingabteilung vielleicht nochmal die Kampagne überdenken. Denn gerade für diese Zielgruppen kann aktuell IPTV gegenüber WebTV noch einen Mehrwert bieten: Alles ist dort einfach und in einem Gerät mit Fernbedienung integriert. Ich habe das zwar mit WebTV zu Hause auch, aber das ist eine andere Geschichte und braucht etwas mehr “Implementationsarbeit” als Auspacken, Einschalten, Fertig ;-)

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