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VRRT: “ARD und ZDF die größten PayTV-Anbieter”

Oliver Wrede | 24. September 2009

In einem Interview äußert der Präsident des Verbands Privater Rundfunk- und Telemedien (VPRT) Jürgen Doetz, dass ARD und ZDF sehr wohl als Konkurrenten im PayTV-Markt auftreten:

Es wird immer so dargestellt, als ob die Privatsender gierig wären, wenn sie so etwas verlangen. ARD und ZDF bekommen in dieser Gebührenperiode 250 Millionen Euro aus Gebührengeldern für die Verbreitung von HD-Programmen. Jetzt stellen die sich hin und tun so, als ob sie das für die Zuschauer alles gratis abgeben, obwohl diese alle, ob sie HDTV sehen wollen oder nicht, mit den Rundfunk-Gebühren das alles bezahlen. Wenn ProSiebenSat.1 oder RTL ihre Programme im HD-Format einspeisen, dann entstehen beträchtliche Kosten, die wir nicht durch höhere Werbe-Einnahmen kompensieren können.

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4 Responses to “VRRT: “ARD und ZDF die größten PayTV-Anbieter””

  1. marku sagt:
    10. Dezember 2009 um 16:10

    GEZ ist sowieso die größte Abzocke! Man muss Dinge bezahlen die man gar nicht “bestellt” hat – das ist eine Frechheit. Und das beste daran ist noch die Werbung die vor einer Zeit ausgestrahlt wurde. Die hatte den Tenor “… Ihren Handwerker bezahlen Sie ja auch …”. Na klar, beim Handwerker habe ich ja auch bestellt. Der kommt ja nicht einfach so, baut Türen ein und möchte dann Geld …

  2. Oliver Wrede sagt:
    14. Dezember 2009 um 15:55

    Das ist nun etwas zu einfach!

    Die Programmangebote der öffentlich-rechtlichen Sender SIND BESTELLT: und zwar von der Politik als Repräsentant der allgemeinen Öffentlichkeit. Zudem gibt es einen sehr klar definierten Auftrag (Rundfunkstaatsvertrag) und eine daraus resultierende notwendige Finanzierung (Rundfunkfinanzierungsstaatsvertrag).

    Insofern kann man es sich nicht so einfach machen wie Sie es in ihrem Kommentar tun. Schon mal gar nicht kann man von “Frechheit” sprechen: ARD und ZDF (und ergo auch die GEZ) sind gesetzlich verpflichtet und vom Gesetzgeber beauftragt und — im Falle der GEZ — ermächtigt worden.

    Die Regierung hat seinerzeit die Finanzierung über eine Rundfunkgebühr geregelt (Rundfunkgebührenstaatsvertrag). Andere Modelle wären denkbar — die Zeiten haben sich geändert. Aber: Weder ARD noch ZDF oder GEZ sind hier “Abzocker”. Auch die Höhe der Rundfunkgebühr wird politisch geregelt — und nicht von den Sendeanstalten selbst frei festgelegt.

  3. marku sagt:
    30. Dezember 2009 um 07:06

    @Oliver Wrede:
    Sie haben mit Ihren Ausführungen völlig recht – die Frage ist nur ob das Thema GEZ auch gerecht ist?! Denn …

    - Werbung gibt es trotz Gebühren – und zwar nicht zu knapp
    - ob ARD und ZDF unabhängiger sind wie die Privaten wage ich persönlich zu bezweifeln
    - es müsste meiner Meinung nach die Möglichkeit geben zu differenzieren was ich sehen/hören und dann auch gerne zahlen möchte (technische Möglichkeiten dazu gibt es ja). Und zwar über die reine Wahlmöglichkeit Radio/TV hinaus.

    um nur mal drei Punkte zu nennen.

  4. Oliver Wrede sagt:
    30. Dezember 2009 um 16:53

    Die Finanzierung eines Teils der Kosten ist nicht unrechtmäßig, weil es die Gebühren niedrig hält. Allerdings kommt der Verdacht der Selbstkommerzialisierung auf, falls der Anteil der Werbeeinnahmen zu hoch wird.

    Wie sich ein Rundfunkprogramm ohne öffentlich-rechtlichen “Gegenpol” entwickelt, kann man in den Ländern sehen, in denen es einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk nicht gibt. Ich teile Ihre Meinung, dass ein rein privates Angebot gleichwertig für Meinungsvielfalt (u.a.) sorgt nicht.

    Ein Pay-per-View-Modell (o.ä.) für das öffentlich-rechtliche System einzuführen bedeutet die Finanzierung allein an die Quote zu koppeln — es ist gerade der Sinn der öffentlich-rechtlichen Programme und ihrer Finanzierung die Inhalte nach anderen (nicht-kommerziellen) Kriterien zu gestalten. Es lässt sich auch jetzt schon erkennen, wie sich eine rein auf Nachfrage ausgerichtete Programmgestaltung wandelt, wenn man nur mal die Zuschauererfolge bei RTL & Co anschaut.

    Ich sehe keine wirklich erstrebenswerte Alternative. Das bedeutet aber nicht, dass die Rundfunkfinanzierung stetig überprüft werden sollte. Zudem muss der öffentlich-rechtliche Auftrag immer wieder modernisiert werden, um neuen Entwicklungen gerecht zu werden.

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